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Weitere Grenzsteine aufgetaucht

Im Jahr 2012 führten wir mehrere Wanderungen entlang des alten Grenzverlaufes der Oberlausitzer Grenzurkunde durch und nahmen damals den Bestand der noch vorhandenen Grenzsteine auf. Zahlreiche Steine konnten leider nicht mehr aufgefunden werden. In diesem Jahr sind aber einige Grenzsteine wieder aufgetaucht.

Bei den damaligen Wanderungen fanden wir viele Grenzsteine aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts (ca. 1775) von der Sächsischen Grenzbereinigung. Für den Spaziergänger im Wald wesentlich interessanter dürften aber die zahlreichen aus dem 19. Jahrhundert - konkreter von 1862 - stammenden Grenzsteine mit den gekreuzten Bischofsstäben sein, die fein durchnummeriert entlang der alten Grenze der Gemarkung Pickau zu finden sind. Dank der Nummerierung konnten wir aber leider auch feststellen, dass sehr viele dieser Grenzsteine heute nicht mehr vorhanden bzw. nicht mehr dort auffindbar sind, wo sie eigentlich stehen sollten. Näheres hierzu in den Bildergalerien zur ersten Grenzwanderung und zur zweiten und dritten Grenzwanderung.

Umso erfreuter waren wir, als wir, Wolfgang Rietzschel und Uwe Tilch, im April 2019 zwei weitere Grenzsteine ausfindig machen konnten. Die Grenzsteine Nr. 3 und 4 befinden sich am südwestlichen Waldrand des Butterberges und sind durch Maßnahmen zur Bereinigung des Waldrandes von Feldsteinen und Gestrüpp wieder ans Tageslicht gekommen. Die Steine befinden sich beide in einem recht guten Zustand.

Bei einem Waldspaziergang von Uwe Tilch im September 2019 tauchten im Bereich des Diebssteigs oberhalb des Katzensteins plötzlich zwei weitere Grenzsteine mit den Nummern 45 und 50 auf, die wir im Juni 2012 vergeblich gesucht hatten. Da in diesem Jahr mehrere Waldwege (endlich) einmal bereinigt wurden, sind die beiden Steine vermutlich mit freigelegt worden.

Hoffen wir, in Zukunft noch weitere dieser Grenzsteine entdecken zu können und somit die bestehenden Lücken nach und nach auffüllen zu können. Für Hinweise sind wir immer dankbar.